Bild Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

Bericht Oktober - Aman Swain

15.07.2020 | Erfahrungsberichte Aman Swain

Hallo! Mein Name ist Aman Swain und ich komme aus Pune in Indien. Momentan studiere ich Logistik an der FHWS.

Warum hast du dich dafür entschieden an der FHWS zu studieren?

Viele Faktoren haben dazu geführt, dass ich mich für die FHWS entschieden habe. Erstens weil die FHWS Bachelor Programme auf Englisch anbietet, die sehr breitgefächert, praxis- und zukunftsorientiert ausgerichtet sind. Das Hochschulbildungssystem in Deutschland gehört zudem zu den besten weltweit. Zweitens, weil die FHWS für ihre internationale Ausrichtung bekannt ist. Daher wusste ich, dass ich mit Leuten aus viele verschiedenen Ländern studieren werde, was wiederum dazu beiträgt, dass ich mich in einem globalen Umfeld bewege und somit auch viele verschiedene Kulturen kennenlernen kann. Das kann vor allem bei der Arbeit an internationalen Projekten von Vorteil sein.

Warum hast du dich gerade für diesen Studiengang entschieden?

Vorrangig weil es eine tolle Gelegenheit ist auf Englisch zu studieren, während man in Deutschland wohnt. Das Angebot an Bachelor-Studiengängen war ziemlich umfangreich – Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen und Logistik (ab kommenden Wintersemester wird es zusätzlich auch noch den Studiengang Robotik geben). Ich habe mich letztendlich für Logistik entschieden, weil ich mich für dieses Thema besonders interessiere. Zusätzlich sind die Jobaussichten im Logistik und Supply Chain Sektor ziemlich gut. So gut wie jede Firma braucht eine Logistikabteilung, um das Unternehmen am Laufen zu halten.

Wann hast du mit der Bewerbungsvorbereitung für die FHWS begonnen?

Ich habe knapp 6-7 Monate gebraucht, um meine Bewerbung vorzubereiten. Während dieser Zeit habe ich mir Grundkenntnisse in der deutschen Sprache (A1 und A2 Level) angeeignet und die geforderten Prüfungen am Goethe-Institut in Bangalore abgelegt. Zur gleichen Zeit habe ich außerdem noch das IELTS Zertifikat abgelegt, um auch meine Englischkenntnisse nachzuweisen.

Wie waren deine Erfahrungen im Bezug auf den Bewerbungsprozess an der FHWS?

Alles in allem verlief der Bewerbungsprozess reibungslos. Das ganze Verfahren lief online ab (notwendige Dokumente mussten eingescannt und im Bewerbungsportal der Hochschule hochgeladen werden). Neben den Zeugnissen und den Sprachnachweisen kann zudem, je nach Studiengang, noch ein Praktikumsnachweis gefordert sein, welches vor Studienantritt absolviert werden muss. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester ist der 15. Juli des gleichen Jahres. Ich habe alles bis zum 15. Mai hochgeladen und habe bereits am 31. Mai eine positive Rückmeldung von der Hochschule bekommen. Wenn ihr an irgendeinem Bewerbungsschritt nicht weiterkommt, kontaktiert einfach die Hochschule und euch wird schnell geholfen.

Wie verlief dein Visumsprozess? 

Ich habe am 18. Juli meinen Visumstermin an der Deutschen Botschaft in Bangalore vereinbart. In Indien ist es ziemlich schwierig einen Termin zu bekommen: In manchen Staaten kann die Wartezeit mehr als 2-3 Monate betragen. Komme ich zu den Dokumenten: wie von der deutschen Botschaft gefordert, habe ich alle Dokumente zusammengesucht und in einen Stapel mit den Originalen und zwei Stapel Kopien sortiert. Wir mussten damals zudem einen Sperrkonto mit einem Mindestkontostand von 8.640 € eröffnen. Stand 2020 müssen Studenten nun aber sogar 10.236 € anstatt der 8.640 € nachweisen können. Im Ganzen hat es 5 Wochen gedauert, bis ich meine Visumsbestätigung bekommen habe.

Wie bist du aus deinem Heimatland an den FHWS Campus gekommen?

Nachdem ich mein Visum bekommen hatte, konnte ich meine Reise nach Deutschland planen. Das Orientierungsprogramm sollte am 16. September starten, deshalb habe ich mich entschieden schon etwas früher am 12. September anzureisen. Die Reise dauerte ziemlich lang und war sehr anstrengend. Insgesamt hat es 16 Stunden gedauert, bis ich in Schweinfurt war. Der Flug von Mumbai nach Frankfurt (mit Zwischenstopp in Doha) hat 12 Stunden gedauert und hat mich rund 28.000 Rupien gekostet. Danach habe ich einen Platz im Flixbus vom Frankfurter Flughafen gebucht, was mich insgesamt 25 Euro mit Gepäck gekostet hat. Im Vergleich zu Zügen ist Flixbus eine relative günstige Alternative.

Wie hast du deine Unterkunft gefunden?

Das einzige Problem in Schweinfurt ist die Wohnungssituation. Ich habe wochenlang auf wg-gesucht.de, immoscout24.de und in Wohnungsgruppen auf Facebook nach einer Unterkunft gesucht. Es gab nur wenige Angebote, dafür aber eine sehr hohe Nachfrage. Zusätzlich wollen fast alle Vermieter ihre potenziellen Mieter vorab persönlich treffen. Es gibt zwar auch die Möglichkeit in einem Studentenwohnheim zu wohnen (die Miete beträgt 330 Euro), aber die Plätze sind ziemlich schnell vergeben. Momentan lebe ich in einem möblierten Doppelzimmer ganz in der Nähe des Campus 1 (5 Gehminuten).

Was fandest du während des Orientierungsprogramm besonders interessant und hilfreich?

Bevor das Semester startete, hat das International Office der Hochschule ein zweiwöchiges Orientierungsprogramm organisiert. Während dieser zwei Wochen wurde uns Unterstützung zu den Themen Einschreibung, Bankkonto eröffnen, Krankenversicherung, Studienbetreuung und Meldewesen angeboten. Zusätzlich gab es auch verschiedene Präsentationen über das Studium an der FHWS und dem generellen Leben in Deutschland. Alles war interessant, informativ und sehr hilfreich. Außerdem hatte ich durch meine frühzeitige Ankunft (3 Wochen vor Vorlesungsstart) genug Zeit um die Stadt zu erkunden und Deutschland ein wenig zu bereisen.