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Business School Budapest, Ungarn

Blogeintrag 6 - Lernen vs. Glühwein

03.01.2022 | Budapest Business School

Langsam beginnt der Winter hier in der Hauptstadt und es wird Zeit dem Herbst auf Wiedersehen zu sagen. Eigentlich hasse ich den Herbst, aber dieser hier in Budapest war ganz besonders. Fast jeden Tag hat die Sonne geschienen, ich habe unendlich viele Coffee Walks gemacht und den ein oder anderen Aperol Spritz in meinem Lieblingscafé getrunken.

Gestern (19.11) habe ich schon meine erste Prüfung im Fach Economics geschrieben, es war eine Online Multiple Choice Klausur, die echt schwer war. Dadurch, dass sie online war, habe ich auch direkt das Ergebnis bekommen – das ist meiner Meinung nach Fluch und Segen zugleich. Zum Glück habe ich bestanden, aber evtl. werde ich sie nochmal nachholen, das geht hier nämlich easy. Für mich fängt jetzt auch langsam, aber sicher die Klausurenphase an. Durch mein Double Degree habe ich im Vergleich zu den meisten anderen relativ viele Klausuren und muss diese auch ziemlich ernst nehmen. Aber dafür bekomme ich zum Schluss ja auch einen zusätzlichen Bachelorabschluss. (Ich möchte hiermit nicht behaupten, dass die anderen ihre Klausuren nicht ernst nehmen, aber für den Großteil ist es nicht besonders schlimm, wenn eine Klausur im Auslandssemester nicht bestehen).

Gestern hat auch der Weihnachtsmarkt (bzw. die Weihnachtsmärkte) hier in Budapest eröffnet. Nach meiner gestrigen Klausur habe ich mich dort mit ein paar Freunden auf ein paar Glühwein getroffen. Der Weihnachtsmarkt ist echt schön, aber nicht vergleichbar mit einen richtigen, deutschen Weihnachtmarkt. Das fettige und fleisch-lastige Essensangebot spricht mir persönlich gar nicht zu, aber ich muss fairer weise dazu sagen, dass ich vegetarisch lebe und ich dadurch generell kein Fan von der ungarischen Küche bin. Nichtsdestotrotz werde ich die nächsten Wochen den Weihnachtsmarkt genießen und hoffe, dass ich etwas in Weihnachtstimmung komme.

Die Weihnachtszeit ist auch dieses Jahr wieder von Corona geprägt, was mich wirklich sehr traurig und nachdenklich macht. Österreich hat gestern einen (vorerst) zweiwöchigen Lockdown verkündet. Eigentlich wollten wir die Tage mal nach Wien auf den Weihnachtsmarkt gehen, dieser soll nämlich ganz besonders schön sein. Aus Deutschland hört man auch ausschließlich Corona Nachrichten von steigenden Zahlen, möglicher Impfpflicht, etc.

Hier in Ungarn spitzt sich die Lage definitiv auch zu, mittlerweile ist hier auch wieder überall Maskenpflicht und besonders auf dem Weihnachtsmarkt werden streng die Impfzertifikate überprüft. Das Credo der ungarischen Regierung ist anscheinend, möglichst alles offen zu lassen und ja nicht wieder in den Lockdown zu gehen. Ich hoffe wirklich, dass das so bleibt. Ich bin dankbar, dass ich hier noch so „uneingeschränkt“ leben darf, aber gleichzeitig habe ich auch großen Respekt vor der Situation. Immer mehr meiner Freunde infizieren sich gerade, daher heißt es für mich persönlich erstmal: Soziale Kontakte runterfahren und Aufpassen!

Ich wünsche mir so sehr, dass sich die Situation bald wieder beruhigt und wir endlich alle wieder ein halbwegs normales Leben führen können.


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