Studierende in einem Hörsaal

Université Sorbonne Paris Nord, Frankreich

Blogeintrag 2 - Gesucht und gefunden: Meine Wohnsituation

Angekommen in Paris habe ich die erste Nacht bei einem Couchsurfer verbracht (Couchsurfing ist eine Plattform für interkulturellen Austausch, in der Menschen ihre Couch als Übernachtungsmöglichkeit anbieten) - denn ja: ich bin ohne feste Wohnung nach Paris gereist. Etwas riskant, aber aufgrund des sehr schwierigen Wohnungsmarktes blieb mir schlussendlich nichts anderes übrig.

Die ersten Tage verbrachte ich daher mit Wohnungsbesichtigungen und hatte Glück, dass ich schon nach drei Tagen in eine 2er-WG im 19. Arrondissement einziehen durfte. Die Wohnung ist für mich perfekt gelegen im Norden Paris, sodass ich sowohl ins Zentrum als auch zu meiner Uni, die in einem Vorort liegt, nur etwa 30 Minuten Fahrtweg habe.

Das „innere“ Paris (ohne die Vororte) ist unterteilt in insgesamt 20 Arrondissements (Viertel). Jedes Arrondissement hat einen eigenen Charakter. Beispielsweise sind im 1. Und 2. Arrondissement viele Museen und bekannte Bauwerke, wie das Louvre, im 5. Arrondissement findet man das „Quartier Latin“, die Université Sorbonne, Notre Dame und das Pantheon.

Das 19. Arrondissement, in welchem ich wohne, entstand 1860 und liegt im Nord-Westen der Stadt. Mit 184.000 Einwohner:innen hat das Viertel mehr als ganz Würzburg (127.000). Und das auf einer etwa 14x kleineren Fläche. Man kann sich also vorstellen, dass es hier neben den typischen Pariser Altbauten auch viele Hochhäuser gibt. Glücklicherweise hat der Stadtteil auch einige Parks, darunter beispielsweise der von mir am schönsten empfundene „Parc des Buttes-Chaumont“. Dieser hat einige Hügel, versteckte Wege, einen Teich und in der Mitte auf einem Felsen thront ein Pavillon, von welchem man einen wunderschönen Blick auf die Stadt genießen kann.

Das Arrondissement liegt außerdem „rive-gauche“ (linkes Ufer der Seine). „Rive-gauche“ ist aufgrund der verhältnismäßig eher günstigeren Mietpreise (man zahlt für ein WG-Zimmer jedoch trotzdem etwa 600€) ein Ort, an dem viele Studierende wohnen. Deswegen ist es hier sehr belebt. Es gibt viele Restaurants, Bars und natürlich auch überall kleine Cafés, in denen man sich nachmittags trifft. Ich bin sehr dankbar, ein Dach über dem Kopf gefunden zu haben, denn das ist für mich die erste Voraussetzung, um in einer neuen Stadt anzukommen. Und das möchte ich: ankommen und mir ein neues zu Hause schaffen. Ich bin gespannt, wie mir dies gelingen wird.


Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben