Bild einer Unterrichtssituation

Bachelorstudiengang Architektur

Bericht November - Architektur

03.11.2017 | Bachelorstudiengang Architektur

November: Der Monat, in dem ich damit beginnen wollte, mehr Leute kennenzulernen. In der ersten Woche entdeckte ich das Sportzentrum der Universität und begann wieder zu trainieren. Es fühlte sich toll an. Denn der Sport tat gut im Ausgleich zu den harten Vorlesungen und Projekten. Es hat mich sehr entspannt.

In der zweiten Woche des Monats hatten wir eine Exkursion nach Leipzig. Am Anfang hatte ich noch meine Zweifel darüber. So fragte ich mich zum Beispiel “wie kommst du nur dahin?”. Doch ich hatte eine tolle Zeit. Ich habe viele Leute kennengelernt. Da ich mich zuerst irgendwie einsam fühlte, war ich über die neuen Bekannschaften sehr glücklich. So war Leipzig eine der besten Reisen, die ich je in meinem Leben hatte. Eigentlich handelte es sich dabei um eine Bildungsreise rund ums Thema  "Architektur", doch letzendlich war es viel mehr als das. Nach dieser Reise kennen sich alle gut und alles ist einfacher. Seitdem gehen wir zusammen aus und haben auch viel mehr Spaß am Unterricht.

Die Vorträge in diesem Monat waren ein bisschen anders als im ersten Monat. Zunächst gab es einige Termine für die Projekte. Auch die theoretischen Vorlesungen wurden immer härter, aber mit regelmäßigem Nacharbeiten habe ich den Unterrichtsstoff verstanden. In den letzten zwei Wochen kamen die Abgabetermine jedoch immer näher. Ich sagte mir: Egal was passiert, ich möchte alles geben, was ich kann, um beenden zu können, was ich angefangen habe. Dieser Gemütszustand brachte mich dazu, jedes Projekt mit Sorgfalt zu Ende zu bringen.

Mit der zweiten Woche im November kam es dann auch wieder, das starke Heimweh. Der Hauptgrund dafür war wohl meine starke Einsamkeit. Ich hatte schließlich nicht viele Freunde und konnte nicht so gut mit Leuten auf Deutsch reden. Jedesmal wenn sie mit mir redeten musste ich sie darum bitten sich zu wiederholen – richtig unangenehm. Und ich dachte das wäre der Grund wieso die Leute nicht mit mir sprechen wollten. Doch diese Angst bestand vor Leipzig. Und wie erwähnt habe, habe ich ja während dieses Trips viele tolle Menschen kennengelernt, die interessiert an mir waren und für die es völlig okay war sich zu wiederholen. So ging mein Deutsch wirklich schnell voran. In drei Tagen habe ich mehr Fortschritte gemacht als im ganzen letzten Monat. Als ich aus Leipzig zurückkam, war weder mein Heimweh noch meine Einsamkeit da. Natürlich genoss ich heimlich ein wenig Heimweh, aber meine neuen Freunde haben mir sehr geholfen, darüber hinweg zu kommen.

Etwas später haben sich dann auch einige Freunde mir beim Uni-Sport angeschlossen, sodass wir nun gemeinsam trainieren oder Badminton, Basketball & Co. spielen. Es hat mir wirklich sehr geholfen, starke Freundschaften zu entwicklen und immer wieder neue Bekanntschaften zu knüpfen. In diesem Monat hatte ich endlich das Gefühl, mich an dieses neue Leben zu gewöhnen.